Die FAX-Technik: damals und heute

Menschen haben immer versucht, sich auch über weite Strecken informieren zu können. Buschtrommeln und Rauchzeichen sind die wohl bekanntesten Übermittlungsverfahren der Naturvölker. Um Informationen weiterzugeben, haben Menschen die Morsezeichen erfunden.

Vom Morsen bis zum Fax

Nachdem die Menschen gelernt hatten, Informationen aus dem Lochstreifen des Morse Gerätes zu lesen wurde bereits die nächste Entwicklung eingesetzt. Es handelt sich um den Fernschreiber. Eine elektrische Schreibmaschine mit einer Sendeeinheit in der Tastatur und einem Empfänger, der im Druckwerk untergebracht worden ist. Die Information ist jetzt wie jedes andere mit Schreibmaschine geschriebene Blatt zu lesen. Ein Fernschreiben kann nur über ein draht- oder funkgebundenes Netz erfolgen.

Da Menschen neugierig sind, war auch diese Art der Übertragung von Informationen nicht mehr ausreichend. Über das Telefonnetz konnten bald Pixel und Linien geschickt werden, die in analogen Geräten zu einer Bilddatei umgewandelt werden konnten. Diese Fernkopie, das Faksimile gab diesem Dokument seinen Namen: das Fax.

Das Fax wurde und wird über das öffentliche Fernsprechnetz verschickt. 1979 führte die Deutsche Bundespost den Faxdienst offiziell ein. Für das Ausdrucken der Faxe benötigten Faxgeräte Thermopapier. Das war auch ein Grund, warum sich Faxen in Deutschland nur zögerlich durchgesetzt hat. Erst mit dem Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts konnten Faxgeräte mit normalem Schreibpapier betrieben werden.

Der Durchbruch des Fax

Mit dem Fax haben sich einige Regeln geändert. So hat das Gericht in der Mitte der 90er eine Willenserklärung, die per Fax übermittelt worden ist, anerkannt. Seit dieser Zeit ist das Faxgerät aus keinem Unternehmen wegzudenken. Seit preiswerte Kombi Geräte, mit denen man telefonieren, drucken, scannen und faxen kann, den Markt erreicht haben, werden Faxgeräte vermehrt auch im privaten Bereich genutzt.

Als in der Mitte der 90er Jahre das Internet begonnen hat viele Menschen in seinen Bann zu ziehen, hat die E-Mail das Fax langsam verdrängt. Gerade der Bereich der E-Mail ist sehr anfällig für Spam (massenhafte unaufgeforderte elektronische Nachrichten), warum Unternehmen gerne weiter Faxdienste in Anspruch nehmen. Diese müssen aber heute nicht mehr über gesonderte Faxgeräte geschickt werden. Viele Anbieter von Browsern bieten auch Faxdienste an. Selbst auf einem Internet fähigem Handy ist es möglich ein Fax zu senden oder zu empfangen. Diese sind allerdings auf 160 Zeichen begrenzt.